Heizung

Hydraulischer Abgleich im Mehrfamilienhaus: Wann er sich lohnt und was dabei passiert

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Einzelne Wohnungen bleiben kalt, die Pumpe läuft auf Anschlag: Woran man eine unabgeglichene Anlage erkennt und wie der Abgleich abläuft.

Hydraulischer Abgleich im Mehrfamilienhaus: Wann er sich lohnt und was dabei passiert

Kaum eine Maßnahme wird so oft empfohlen und so selten richtig gemacht wie der hydraulische Abgleich. Im Einfamilienhaus geht es dabei um ein paar Euro Heizkosten. Im Mehrfamilienhaus entscheidet er darüber, ob die Anlage überhaupt funktioniert – und ob eine Wärmepumpe später wirtschaftlich laufen kann.

Woran Sie eine unabgeglichene Anlage erkennen

  • Wohnungen nah an der Heizzentrale werden zu warm, die oberen oder entfernten Wohnungen bleiben kalt.
  • An Thermostatventilen rauscht oder pfeift es.
  • Die Umwälzpumpe läuft auf hoher Stufe, weil jemand die Beschwerden damit „gelöst“ hat.
  • Die Rücklauftemperatur ist hoch, die Spreizung zwischen Vor- und Rücklauf gering.
  • Nach dem Kesseltausch heißt es: „Die neue Heizung ist schlechter als die alte.“

Der Grund ist immer derselbe: Das Wasser nimmt den Weg des geringsten Widerstands. Ohne Voreinstellung bekommen die nahen Heizkörper zu viel, die entfernten zu wenig.

Verfahren A oder B – der Unterschied zählt

Beim Verfahren A wird die Heizlast geschätzt, meist über Pauschalwerte je Quadratmeter. Das ist schnell und in einfachen Fällen ausreichend.

Beim Verfahren B wird die Heizlast raumweise berechnet, die Heizflächen werden erfasst und daraus die Auslegungstemperatur und die Ventileinstellung bestimmt. Das ist der Standard, den Förderprogramme für größere Gebäude verlangen – und der einzige Weg, wenn die Vorlauftemperatur für eine Wärmepumpe spürbar sinken soll. Wie wir den Abgleich nach Verfahren B durchführen, steht auf unserer Leistungsseite Hydraulischer Abgleich in Ludwigshafen.

Wie wir vorgehen

  1. Bestandsaufnahme: Heizflächen je Raum, Ventiltypen, Strangführung, Pumpendaten, tatsächliche Vorlauftemperatur.
  2. Berechnung: raumweise Heizlast, Volumenströme, Ventilvoreinstellungen, Auslegung der Strangregulierventile.
  3. Einstellung vor Ort: Voreinstellung an jedem Ventil, Abgleich der Stränge, Anpassung der Pumpenkennlinie und der Heizkurve.
  4. Dokumentation: Protokoll mit allen Werten – das brauchen Sie für Förderanträge und die Nebenkostenabrechnung.

In bewohnten Objekten organisieren wir die Termine strangweise, damit nicht alle Mieter gleichzeitig zu Hause sein müssen. Wo alte Ventile keine Voreinstellung haben, tauschen wir die Ventileinsätze mit aus – das geht meist ohne Entleeren des Strangs.

Was der Abgleich bringt

  • Gleichmäßige Wärme in allen Wohnungen und damit deutlich weniger Beschwerden.
  • Niedrigere Vorlauftemperatur bei gleichem Komfort – die Voraussetzung für jeden späteren Umstieg auf eine Wärmepumpe.
  • Geringerer Stromverbrauch der Pumpe und weniger Taktung des Wärmeerzeugers.
  • Bei Förderprojekten: eine Anforderung weniger, die am Ende das Projekt aufhält.

Der richtige Zeitpunkt

Am günstigsten ist der Abgleich, wenn ohnehin jemand an der Anlage arbeitet: beim Kessel- oder Wärmeerzeugertausch, bei der Strangsanierung oder beim Einbau von Wohnungsübergabestationen. Sinnvoll ist er außerdem immer dann, wenn sich Beschwerden aus einzelnen Wohnungen häufen – dort ist er fast immer die günstigere Lösung als größere Heizkörper oder eine höhere Vorlauftemperatur.

Sie verwalten ein Objekt mit ungleicher Wärmeverteilung? Rufen Sie an unter 0621 67 52 91 oder lesen Sie, wie der hydraulische Abgleich bei uns abläuft. Wir sehen uns die Anlage an und sagen Ihnen, ob ein Abgleich reicht oder ob mehr nötig ist.

Fragen zu Ihrer Anlage?

Wir sind Meisterbetrieb für Heizung, Sanitär und Klima in Ludwigshafen. Rufen Sie an oder schreiben Sie uns – meistens genügen zwei Rückfragen, um zu sagen, was sinnvoll ist.